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02.01.2011 | R. Schiek

Seit 3 Jahren in Weiden, Lövenich und Widdersdorf aktiv: Nachbarschaftshilfe "Kölsch Hätz"

Logo von Kölsch Hätz

Herr Ullrich ist einer der ehrenamtlich tätigen Koordinatoren und stand uns für das Interview zur Verfügung.

 

Herr Ullrich, bitte erklären Sie unseren Lesern doch einmal kurz „Kölsch Hätz“, seine Arbeit und die Entwicklung in der letzten Zeit.

 

Kölsch Hätz ist eine ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe auf ökumenischer Basis; getragen wird sie vom Caritasverband, der Diakonie und den örtlichen katholischen und evangelischen Gemeinden. Wir sind an 11 Standorten und in 22 Veedel Kölns aktiv. Derzeit arbeiten 462 Menschen aller Altersstufen, Schichten und vieler Nationalitäten als „Ehrenamtler“ mit. Sie stellen sich zur Verfügung, um den bei uns Hilfe suchenden „Nutzern“ in vielfältiger Hinsicht zur Seite zu stehen.

 

Worin bestehen diese Hilfen?

 

Die Anforderungen sind mannigfaltig. Typisch ist z. B. zur Aufrechterhaltung und Schaffung sozialer Kontakte, ältere, alleinstehende und oft einsame Personen regelmäßig zu besuchen und ihnen über den persönlichen Kontakt ein bisschen „Licht“, und Freude in ihren Alltag zu bringen. Gemeinsame Spaziergänge, Arztbesuche, Einkäufe, oft aber auch schon ein gutes Gespräch können hier viel bewirken.

Es kann sich aber auch um Arbeit mit Kindern handeln. So haben wir z. B. Hilfen bei Schwächen im Schulunterricht bei Migrantenkindern organisiert.

 

Eine besondere Einrichtung ist unser „Lese-Hätz“. In der KITA in Weiden lesen drei unserer Damen in einer Kindergruppe ein Mal pro Woche vor. Eine Arbeit, die gut angenommen ist und an der die Kinder und die Ehrenamtlerinnen sehr viel Freude haben.

 

Manchmal bitten auch Alleinerziehende um eine Hilfe durch Beschäftigung mit den Kleinen, um einmal pro Woche Zeit für sich selbst zu haben, für kleine Erledigungen, eine kurze Zeit des „Abschaltens“ oder ähnliches.

 

Wo ziehen Sie die Grenzen ihrer Arbeit?

 

Es kommt schon einmal vor, dass jemand über uns eine Haushaltshilfe, Pflegedienste, kostenlose Handwerksarbeiten oder Vergleichbares sucht; da müssen wir passen. Dies wird in der Regel aber auch verstanden und akzeptiert.

 

Für andere Tätigkeiten benötigen wior eine gründliche Schulung, wieder anderes, wie z.B. der Umgang mit Demenzkranken, müssen wir an Fachdienste  abgeben.

 

Wie hat sich der „Kölsch Hätz“ in „Ihrem“ Bezirk „Weiden, Lövenich, Widdersdorf“ denn seit der Gründung entwickelt?

 

Am Anfang ging uns fünf ehrenamtlichen Koordinatoren - heute zwei Damen und 3 Herren - alles viel zu langsam. Ehrenamtler meldeten sich zwar erstaunlich schnell und boten die Mitarbeit an. Es dauerte dann aber Wochen bis wir die ersten Anfragen mit der Bitte um Hilfe erhielten. Dann stieg plötzlich die Nachfrage so an, dass wir händeringend nach Ehrenamtlichen suchten, die sich aber auch wieder fanden. Diese Entwicklung wiederholt sich, die Wellenbewegungen sind offensichtlich typisch und uns bis heute - wenn auch weniger ausgeprägt - erhalten geblieben. Im Augenblick haben suchen wir eher „Nutzer“, aber auch für jeden Neuzugang bei Helfern sind wir dankbar.

 

Momentan können wir auf rund 60 ehrenamtliche „Mitstreiter“ zurückgreifen. Allerdings sind nicht alle dauerhaft aktiv. Wir müssen einfach sehen, dass auch in unserem Kreis alters-, gesundheits- oder auch berufsbedingt „Auszeiten“ auftreten können. In den meisten Fällen sind diese aber zum Glück nur befristet. Andere stehen berufsbedingt nicht immer zur Verfügung, sondern arbeiten eher in Projekten, wie der Öffentlichkeitsarbeit mit.

 

Wie werben Sie eigentlich für „Kölsch Hätz“?

 

Neben der klassischen Werbung über Flyer und auf Pfarr- und sonstigen Stadtteilfesten hat sich als wesentlichste Art der „Öffentlichkeitsarbeit“ die Mundpropaganda erwiesen. Wenn die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten mit unserer Arbeit zufrieden sind, und sich dies herumspricht, ist das eindeutig die beste Werbung. Aber natürlich ist „Kölsch Hätz“ auch im Internet präsent. Immer mehr nehmen über www.koelschhaetz.de

Kontakt zu uns auf und informieren sich über unsere Arbeit. Auf Wunsch melden wir uns im Nachgang telefonisch, um Fragen zu klären und die Interessenten für eine Mitarbeit zu gewinnen.

 

 

Worin besteht denn die Tätigkeit der angesprochenen Koordinatoren und was unterscheidet sie von anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern?

 

Eine traditionelle Herangehensweise von „Kölsch Hätz“ ist es, dass die Koordinatoren bei jeder Anfrage, die zu unserem Arbeitsmuster passt, einen Hausbesuch machen, um die Personen und ihre Lebensumstände, aber ganz besonders auch die vorhandenen Probleme im Detail kennenzulernen.

Da das Koordinatorenteam einen guten Überblick über die vorhandenen Ehrenamtler hat, schafft dies Vertrauen und erleichtert die Vermittlung zwischen sich ja meist vollkommen fremden Persönlichkeiten sehr. Im Team, an dessen wöchentlichen Sitzungen im Übrigen auch stets als hauptamtliche Mitarbeiterin Frau Claudia Heep teilnimmt, wird besprochen und entschieden, ob wir den Fall übernehmen können und wem wir ihn anvertrauen wollen.

Der für die Vermittlung verantwortliche Koordinator besucht dann nach Vereinbarung mit dem Ehrenamtler den potenziellen Nutzer und klärt in einem gemeinsamen Gespräch, ob beide sich eine  Zusammenarbeit vorstellen können. Ist dies der Fall, wird die Vermittlung abgeschlossen; nach 6 - 8 Wochen wird dann bei beiden Seiten nachgefragt, ob alles „rund“ läuft. Ist dies nicht der Fall, was selten vorkommt, bemühen sich die Koordinatoren , die aufgetretenen Probleme zu lösen.

 

Außerdem sind die Koordinatoren wöchentlich (montags von 16.00 - 18.00 Uhr und freitags von 10.00 - 12.00 Uhr) in den  Sprechstunden in unserem Büro in der

 

Goethestr. 3, 50858 Weiden (Telefon: 02234 - 2004042)

 

anzutreffen. Dort können sich - wenn ich es kaufmännisch beschreiben darf - „Anbieter und Nachfrager“ melden und ihr Wünsche und Probleme erläutern.

Interessenten für eine Mitarbeit können detailliert ihre Vorstellungen hinsichtlich Tätigkeitsfeld, Zeitrahmen etc. definieren, woran wir uns bei einer Einsatzplanung natürlich halten.

 

Dürfen wir fragen, wie Sie selbst zu „Kölsch Hätz“ gefunden haben?

 

Klar. Nach meiner Pensionierung habe ich nach einer neuen Struktur für meinen Alltag gesucht.  Eine Beratung im Caritasverband hat mich auf die sich gerade in meinem Stadtbezirk befindliche Gründung von „Kölsch Hätz“ aufmerksam gemacht. Das Angebot, als Koordinator mitzuarbeiten, hat mich spontan angesprochen; ich habe es gerne angenommen und diese Entscheidung bisher nicht bereut.

Ich habe hier sehr viele interessante Leute kennenlernt und einen tollen Kreis an durchweg sehr engagierten Kolleginnen und Kollegen gefunden. Für mich war und ist diese Arbeit unendlich bereichernd.

 

Was wünschen Sie sich für „Kölsch Hätz“ für die Zukunft?

 

Ich wünsche mir, dass das Interesse an unserer Arbeit nicht nachlässt, und wir weiter so engagierte Ehrenamtler finden; außerdem, dass die Vertrauensbasis in den Gemeinden und allgemein in der hiesigen Bevölkerung weiter wächst.

Ich wünsche mir weiter, dass unser Bekanntheitsgrad deutlich steigt. Es wäre schön, wenn uns damit auch der Zugang zu weiteren Menschen erleichtert würde, nicht zuletzt zu solchen Personen, die bisher vielleicht noch zögern, auf unsere Angebote zurückzugreifen.

Bereits der demographische Wandel wird Einrichtungen wie „Kölsch Hätz“ in Zukunft - da bin ich sicher - in ihrer Bedeutung eher stärken.

 

 

Links zum Artikel


 Website von Kölsch Hätz
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