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06.02.2019

30 Jahre Patenschaft

Abuna Hanna Salem überreicht Christel Rennhofer im Oktober das Patenschaftsgeschenk
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30 Jahre Patenschaft

St. Marien Köln-Weiden und St. Mary Beit-Jala

1987 unternahmen wir mit unserem damaligen Pastor, Rainer Fischer, eine Pilgerreise ins Heilige Land, um uns getreu dem Motto des 2. Vatikanischen Konzils für die Vielfältigkeit des Christentums zu öffnen. In Jerusalem trafen wir Bruder Markus, der unsere Gruppe spontan zu einem Besuch in die Dormitio einlud, um uns über die schwierige Situation der Christen im Heiligen Land zu informieren und uns seine Form der „Kaffee-Ökumene“ zu erläutern.

1988 lernten wir so auf seine Vermittlung hin die Gemeinde St. Mary in Beit-Jala, einem Vorort von Bethlehem, und seinen damaligen Priester Reverend Jacoub Abden-Nour kennen.

Die Christen im Heiligen Land sind eine Minderheit, die von den Israelis nicht anerkannt werden, weil es Palästinenser sind, und von den Palästinensern werden sie nicht akzeptiert, weil es Christen sind.

Da es für die Christen in Beit-Jala keine Kranken- und Sozialversicherung gibt, ist der Priester nicht nur Seelsorger, sondern auch Ansprechpartner in allen sozialen und finanziellen Fragen. Er selbst bezieht kein Gehalt, sondern verdient seinen Lebensunterhalt als Lehrer an der Universität und dem Priesterseminar. In dieser Eigenschaft hatte Reverend Jacoub einen vatikanischen Pass und konnte auf dem Weg nach Rom einige Male einen Abstecher über Köln machen, so dass wir ihn kennen lernen konnten.

Anders sah es bei unserer Einladung an Jugendliche aus Beit –Jala zum Weltjugendtag aus. Da keiner sich diese Teilnahme erlauben konnte, haben wir durch Sammlung separater Spenden 9 Jugendlichen   und 2 jungen Priestern durch die Übernahme der Visa, Flüge, Teilnahmekarten und Unterbringung in Gastfamilien in unserer Gemeinde ihr Kommen ermöglichen können. Grundstock dafür war auch eine Spende von Kardinal Meisner, der Senfkornpreis, und die Einnahmen aus dem Verkauf des von uns selbstgebackenen Kuchens nach den Sonntagsmessen.

Wir selber unternahmen mit einer Gruppe aus unserer Gemeinde zu unserem 10jährigen und 20jährigem Jubiläum eine Reise nach Beit-Jala, um diese Freundschaft zu vertiefen. Bei diesen Gelegenheiten kauften wir auch den Gemeindemitgliedern selbst hergestellte Holzschnitzereien, Kreuze, Keramik ab, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken, und die Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Diese Artikel konnten wir dann auf dem Weihnachtsbasar und Pfarrfest verkaufen.

Da kaum noch Touristen in die besetzten Palästinenser Gebiete kommen, können die Christen ihre Produkte nicht mehr verkaufen. Die Arbeitslosenrate liegt bei 80 %. Unsere Unterstützung wird für Krankenkosten, Medikamente, Schul- Kindergarten- und Ausbildungsgeld verwendet.

Wir unterstützen auch das Caritas Baby-Hospital, in dem alle Kinder egal welcher Zugehörigkeit behandelt werden, falls sie durch die Check-Points durchgelassen werden.

Unsere Hilfe gilt auch der Creche, einem Waisenhaus, das von französischen Schwestern geführt wird. Sie sammeln die kurz nach der Geburt ausgesetzten Babys ein, da den Müttern nur die Möglichkeit bleibt, ihre Nicht-Gewollten-Kinder auszutragen. Verhütung oder Abbruch einer Schwangerschaft ist verboten und ledige Mütter werden oft sogar wegen der Familienehre getötet. Da diese Kinder offiziell nicht existieren, bekommen sie auch von den Israelis keine Wasserrationen zu geteilt, die dann von den Schwestern teuer gekauft werden müssen.

Wir freuen uns, dass dieses Jahr 2 Gruppen aus unserer Gemeinde die Gelegenheit haben werden, Beit- Jala zu besuchen und die herzliche Gastfreundschaft trotz aller Entbehrungen kennen zu lernen. Unser Pastor Wisskirchen wird mit einer Gruppe im April ein Wochenende in Beit-Jala verbringen und die Beit-Jala-Gruppe wird mit Interessierten im Oktober eine 11 Tage Begegnungs- und Pilgerreise ins Heilige Land  unternehmen, um Kulturen und Religionen und die Projekte unserer Patengemeinde und unsere Freunde vor Ort mit Abuna Hanna Salem, dem jetzigen Priester, zu sehen.

Viele Hilfsprojekte benötigen Hilfe. Wir haben uns vor 30 Jahren mit der Zustimmung unseres damaligen Pastors, den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und Gemeinderates für die Patenschaft zu Beit-Jala entschieden und werden uns auch weiterhin dafür einsetzen. Aber alleine schaffen wir es nicht. Wir brauchen die Hilfe Vieler. Wir garantieren Ihnen, dass jeder Cent, der für Beit-Jala gespendet wird, ohne Abzüge oder Transfergebühren, in unserer Patengemeinde ankommt. Helfen Sie mit, alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Das Konto lautet:

Katholische Kirchengemeinde St. Marien, Beit-Jala,

    DE28 3705 0198 0022 7029 55         COLSDE33

Vielen Dank für Ihre Unterstützung. 

Der Segen aus dem Heiligen Land und eine Messfeier in Beit-Jala für alle „Wohltäter“, wie wir genannt werden, ist uns sicher.

Köln, im Januar 2018

Christel Rennhofer und die Beit-Jala-Gruppe

  


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Pfr. Wisskirchen und Abuna Hanna Salem feiern im April in Beit Jala gemeinsam die Hl. Messe
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